Garten: Aussaat auf der Fensterbank im Februar

Moin und hallo Ihr Lieben,

heute soll es nun endlich mit der Aussaat auf der Fensterbank losgehen. Zu früh? Na ja, um später die herangezogenen Jungpflanzen ins Freiland zu setzen, wäre es jetzt wirklich zu früh. doch um die Setzlinge ins Gewächshaus oder ins geschützte Frühbeet zu pflanzen, kann man durchaus jetzt, Anfang Februar, mit der Aussaat beginnen.

Aussaaterde selbst mischen und sterilisieren

In den letzten Jahren hatte ich oft Pech mit gekaufter Aussaaterde. Soll heißen, dass Schimmelbelag, Insekten und ungewolltes Wachstum von Beikräutern auftraten. Das dürfte bei normaler Bewässerung eigentlich nicht passieren und so habe ich mich entschlossen, in diesem Jahr meine eigene Aussaaterde herzustellen und diese zu sterilisieren.

Auf die Mischung kommt es an

Für die Mischung meiner Aussaaterde verwende ich ca. 70% gesiebte Erde von Maulwurfshügeln, 25% gesiebten Kompost und 5% Perlite. Bevor ich die Mischung herstelle, versuche ich die Erdanteile durch Erhitzung keimfrei zu machen. Dabei gehen dann auch gleich unerwünschte Beikrautsamen und Insekteneier kaputt.

Aussaaterde - selbst gemacht

Sterilisation der Erde in Mikrowelle oder Backofen

Zur Sterilisation der Ausaaterde nutze ich eine alte Mikrowelle, die bei uns in der Garage steht. Natürlich sind das nur relativ kleine Mengen, die ich darin erhitzen kann, aber das stört mich nicht. Ich benutze eine alte Porzellanschüssel, auf die ich während der Erhitzung einen Kunststoffdeckel lege, damit die Erde nicht austrocknet. Zum Sterilisieren in der Mikrowelle stelle ich die höchste Wattzahl ein. Das ist bei meinem alten Schätzchen 800W. Ich lasse die Erde 10 Minuten erhitzen und denke, dass das ausreicht. Auf diese Art und Weise mache ich aufeinanderfolgend soviel Erde keimfrei, wie ich benötige.

Natürlich könnte ich auch einen Backofen zum Sterilisieren nutzen. Dazu müsste ich den Backofen auf 200 °C O.-/ U.-hitze aufheizen. Die Erde am besten auf einem tiefen Backblech verteilen und mit einem zweiten, umgedrehten Backblech abdecken. 30 Minuten sollten dann zur Sterilisation genügen.

Die Erde abkühlen lassen und dann zur Aussaat auf der Fensterbank verwenden.

Die ersten Aussaaten 2020

Heute werde ich mein Gartenjahr mit der Vorkultur auf dem Fensterbrett beginnen. Zu den ersten Aussaaten gehören verschiedene Salate, Kohlrabi, Rote Bete, verschiedene Zwiebelsorten und Blumenkohl. Die Anzucht von Blumenkohl gilt als etwas diffizil, doch wenn man einiges beachtet, klappt es auch mit dem Blumenkohl 😉

In den letzten Jahren habe ich Zeitungspapier upgecyclet und Paper Pots hergestellt. Das DIY findet Ihr hier. Doch in diesem Jahr werde ich vorgeformte Aussaatbehälter aus Altpapier verwenden, da ich im letzten Herbst einen größeren Posten davon sehr günstig kaufen konnte. Außerdem habe ich seit dem Herbst Plastik-Schälchen gesammelt, in denen Obst- und Gemüse verkauft werden. Diese eignen sich prächtig für die Aussaat und als Untersetzer für die upgecycleten Anzuchttöpfchen.

Anzuchttöpfchen

In die Anzuchttöpfchen fülle ich die vorbereitete Anzuchterde. Diese drücke ich an. Ich benutze dazu gern einen Natur-Sektkorken. Mit einem Pikierstäbchen (oder ein angespitzer Buntstift geht auch) bohre ich kleine Saatvertiefungen, damit die Abstände gleichmäßig werden. Außerdem vereinfacht es das spätere Pikieren.

Plastikschalen

In jede Vertiefung lege ich ein Samenkorn und decke es dann mit Erde ab. Diese wieder andrücken und angießen bzw. kräftig ansprühen. Ich nutze dazu gern ausgediente, gereinigte Pump-Sprühflaschen von Deo und anderen Produkten. Dann kennzeichne ich die Saatschälchen, damit ich die Pflanzen auseinanderhalten kann. Denn neben dem frühen Blumenkohl säe ich auch schon Spitzkohl und Kohlrabi aus. Die heranwachsenden Keimlinge ähneln sich sehr.

Aussaat

Aussaat auf der Fensterbank

Die Pflanzschälchen stelle ich mit Folie abgedeckt vor das Fenster in meinem Vorratsraum. Dort liegt die Temperatur normalerweise bei 16°C. Das ist die optimale Keimtemperatur für Blumenkohl und andere Kohlgewächse. Ich könnte sie natürlich auch in ein wärmeres Zimmer stellen, mußte aber in der Vergangenheit feststellen, dass die Erde dann schneller austrocknete und irgendwann Insekten herumschwirrten.

In den kommenden Tagen werde ich täglich überprüfen, ob die Erde angefeuchtet werden muss. Ich denke in ca. 10 bis 14 Tagen wird es dann weitergehen. Dann müssen wahrscheinlich die Keimlinge pikiert werden.

Bis dahin werde ich die Pflanztöpfchen vorbereiten und nahrhafte Erde bereitstellen.

Ich wünsche Euch auch viel Freude bei den ersten Aussaaten im Jahr.

Liebe Grüße

Eure

 

 

 

 


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