Gartenarbeiten und Tipps im Januar

Hallo Ihr Lieben,

heute möchte ich hier im Blog endlich, neben meinen Koch- und Back Rezepten, eine Gartenserie starten. Küche und Garten gehören bei mir eng zusammen, da ich mit Vorliebe Selbstgeerntetes zubereite. Selbst jetzt im Januar kann ich noch Kräuter, Topinambur, Pastinaken, Feldsalat und Postelein ernten und unsere Speisen mit Selbstangebautem aus dem Garten köstlich aufwerten.

Ich werde von nun an versuchen, regelmäßg von meinen Gartenaktivitäten zu berichten und Euch mit meinen Bildern aus dem Garten zu erfreuen..

In jedem Jahr nehme ich mir die Planung und Durchführung eines größeren Gartenprojektes vor, das entweder praktischen oder dekorativen Charakter hat. So sind nach und nach, Hochbeete, ein Gartenteich, ein Gewächshaus, Rankgerüste, Terrasse, Wege, Möbel und, und, und entstanden. Seid gespannt auf das, was ich in diesem Jahr vorhabe.

Winterjasmin

Erste Gartenarbeiten im Januar

Schon jetzt im Januar gibt es im und für den Garten vielerlei zu erledigen. So habe ich die ersten regnerischen Tage im neuen Jahr damit verbracht, die Gartengeräte durchzusehen. Ich habe verschmutzte Hacken, Schaufel, Spaten, Grabegabel und andere Gartenhelfer gereinigt. Dabei den einen oder anderen Gerätestiel erneuert und habe die Gelenke meiner Scheren und Zangen mit ein paar Tropfen Öl eingefettet. Das alles könnte ich natürlich auch im Frühling durchführen, aber – bei den ersten warmen Sonnenstrahlen wühle ich lieber sofort in der Erde. . .

Der Winter hat bis jetzt noch nicht sein wahres, kaltes Gesicht gezeigt. Nur ab und zu schickt er Väterchen Frost vorbei, der den Pflanzen ein zartes, weiß-glänzendes Kleid überstreift. Das Wetter ist mit 7°C warm, aber trüb und es neigt zu Regenfällen. „Und da gehst Du hinaus“, fragt Ihr mich. Naja, manchmal muss ich mich auch überwinden, doch zum Glück haben wir unsere Thetis, die außer bei strömenden Regen, immer für einen Aufenthalt in der Natur zu haben ist und mich gern bei meinen Aktivitäten unterstützt.

Thetis liebt Zieräpfel

Jetzt im Januar muss man die Arbeiten den Temperaturen anpassen. Ich hatte am 31.12. Glück mit dem Wetter. Bei um die 5°C und  Sonnenschein habe ich noch über 100 Blumenzwiebeln eingepflanzt, die sich in einer Ecke der Garage verkrümelt hatten. Passend zum Silvestertag, waren die Hälfte davon Allium-Zwiebeln „Purple Sensation“. Ich bin gespannt darauf, wieviele Zwiebeln, die Wühlmäuse diesmal übrig lassen werden. (Ich werde berichten.)

Tannenbaum Upcycling

Heute an 7. Januar haben wir unseren Weihnachtsbaum traditionsgemäß nach draußen gebracht. Hier im Dorf und auch in vielen anderen Gemeinden ist es üblich, die Weihnachtsbäume an die Straße zu legen oder zu einer Sammelstelle zu bringen, um sie abholen zu lassen. Doch bei uns zuhause finden die Weihnachtsbäume immer eine zweite Aufgabe bzw. Verwendung. Sie dienen als Schutz für frostempfindliche Pflanzen. Dazu schneide ich ganz einfach die Zweige nah am Baumstamm ab und halbiere längere bei Bedarf. Danach verteile ich sie z.B. um frostempfindliche Kräuter und Rosen. Den Stamm stelle ich beiseite.  So eine 225cm lange Stange findet im Garten immer irgendwo Verwendung.

Weihnachtsbaum-Upcycling

Weihnachtsbaum-Upcycling

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was macht Ihr mit Euren Weihnachtsbäumen nach dem Fest? Habt Ihr noch andere Upcyclingideen für mich?

Gehölzschnitt an Stachelbeeren und Johannisbeeren (Ribiseln)

Bei frostfreiem Wetter schaue ich mir meine Stachelbeer- und Johannisbeerbüsche an und schneide sie dort, wo nötig.

Meine Grundregel beim Schneiden: altes Holz muss weg, junges kann bleiben. Für mich sind solche Triebe alt, die älter als fünf Jahre sind, Man erkennt sie an einer dunkleren, rauen Rinde.

Um meine Büsche gesund zu halten, nehme ich jährlich zwei bis drei alte Triebe weg. Diese schneide ich bodennah ab und lasse dafür drei junge Bodentriebe stehen. Werden diese in nächsten Jahr zu lang, schneide ich ein Drittel der Länge weg.

Dann nehme ich alle Triebe heraus, die nach innen wachsen. Außerdem müssen die Zweige weg, die zu dicht stehen. Die stehengebliebenen Triebe und Äste kürze ich ein, damit sie ausreichend Licht bekommen: Ich lasse ungefähr sechs bis acht Haupttriebe stehen. An meinen Hochstämmchen belasse ich vier.

Aus dem Gehölzschnitt schneide ich mir Kopfstecklinge, stecke diese in mit Erde gefüllte Töpfe und stelle sie abseits, irgendwo in den Schatten. Nach einem Jahr schaue ich nach, ob sich Wurzeln gebildet haben. Da sind immer einige dabei. Für mich die simpelste Art, Gehölze zu vermehren.

Vorkultur im Haus

Habt Ihr auch schon das Jucken in den grünen Daumen?! Leider ist es für Aussaaten im Gewächshaus und Frühbeet  noch zu kalt und auch die Lichtausbeute ist zur Zeit zu gering. Doch im Haus könnte man schon mit einer Aussaat beginnen.

Verschiedene Salate, Frühlingszwiebeln, frühen Blumenkohl und Kohlrabi werde ich in den nächsten Tagen einsäen. Die Jungpflanzen kommen dann allerdings später ins Gewächshaus bzw. ins geschützte Frühbeet.

In diesem Jahr starte ich einen Aussaatversuch mit Zusatzbeleuchtung in Form von LED-Pflanzleuchten. Ich habe mir im Herbst aus einem Angebot der großen Discounter eine LED Pflanzenleuchte gekauft. Mit dieser Zusatzbeleuchtung möchte ich erproben, ob die Vegetation dadurch einen deutlichen Vorsprung erhält. Für diesen Versuch habe ich Chilis, Paprika und Auberginen ausgewählt, da sie erfahrungsgemäß viel Zeit und Licht benötigen.

Wann fangt Ihr mit der Aussaat an? Habt Ihr weitere Vorschläge für die Vorkultur?

Planung

Es gibt also auch schon im Januar einige Tätigkeiten, die man draußen bei passendem Wetter erledigen kann. Aussaaten sind schon möglich und es bringt Spaß, in Pflanzen-Katalogen und  Online Shops zu stöbern und zu bestellen sowie Pflanzpläne für die Gartenbeete anzufertigen.

In jedem Jahr probiere ich neben Altbewährtem, neue Saaten aus. Blumen, Gemüse und Kräuter – es ist für mich absolut faszinierend und spannend Neues im Garten heimisch werden zu lassen.

Ich freue mich, in dem vor uns liegenden Jahr über meine gärtnerischen Tätigkeiten zu berichten, mit Euch Aussaaten bis zur Ernte zu verfolgen und – Geerntetes zuzubereiten.

Wenn Ihr Fragen habt, schreibt sie einfach in die Kommentare. Ich antworte garantiert.

So, nun wünsche ich Euch auch viel Spaß beim Planen und den ersten Arbeiten im Garten.

Eure

Efeu erklettert eine alte Knickeiche

 

 

 

 


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