Hafer-Dinkelbrot aus dem Topf – Langzeitgare

Moin und hallo Ihr Lieben,

benötigte ich bisher Hafermehl für ein Brot oder einen Kuchen, habe ich mir dieses aus Haferflocken selbst gemahlen. Da ich keine Kornmühle besitze, verwende ich dazu immer eine alte Kaffeemühle. Funktioniert prima!

„Brot-Laboratorium“

Diesmal wollte ich wieder einmal ein Brotback-Experiment wagen. Nein, keine Alchemie! Ich habe die zarten Haferflocken ungemahlen, einfach so, wie sie aus der Tüte kamen, abgewogen und zum Dinkelmehl gegeben.

Mit der von mir im Rezept angegebenen Wassermenge müsst Ihr etwas vorsichtig sein. Ihr solltet nicht sofort die ganze Wassermenge in die Teigschüssel geben. Erst, wenn der Teig beim Zusammenrühren zu trocken erscheint, tröpfchenweise das beiseitegestellte Wasser zufügen. Der Teig fühlt sich recht weich an, sollte aber nicht kleben. – Mehle und, in diesem Fall auch noch die Haferflockenblättchen, haben je nach Sorte, Herkunft und Mahlgrad unterschiedliche Wasseraufnahme.

Mein Tipp Beim Ansetzen eines Brotteiges nie sofort die ganze, im Rezept angegebene Wassermenge verwenden. Bei der laufenden Teigverarbeitung, je nach Konsistenz, das restliche Wasser zufügen.  Der Teig sollte weder krümeln noch klebrig sein!

Zum Backen benötigt Ihr auf jeden Fall eine (Topf-) Form, es sei denn, dass Ihr einen Fladen backen wollt. . . 😉

Experiment gelungen

Ihr könnt Euch vorstellen, dass ich auf das gebackene Brot sehr gespannt war. Ich bin absolut nicht enttäuscht worden. Das herrlich duftende Hafer-Dinkelbrot schmeckt leicht nussig. Die Kruste ist knusprig und die Krume locker, saftig mit mittelfeiner Textur.

Wir haben das Brot zum Frühstück genossen und waren begeistert. Genauso wird es sicher noch oft gebacken!

Probiert es einmal aus! Ihr werdet es sicher auch mögen!

Viel Spaß beim Backen!

Bleibt gesund 🙏

Eure

Hafer-Dinkelbrot

Hafer-Dinkelbrot

Hafer-Dinkelbrot aus dem Topf per Langzeitgare

Ein nussig schmeckendes Brot mit einer schönen Kruste und einer saftigen lockeren Krume. Bleibt 2-3 Tage frisch.
Vorbereitungszeit10 Min.
Ruhezeit7 Stdn.
Gericht: Abendbrot, Brot, Frühstück
Land & Region: Deutschland
Keyword: Dinkel, Dinkelbrot, frische Hefe, Hafer, Haferflocken, Hefe, Langzeitgare, Zarte Haferflocken
Autor: birgitd.com
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Zutaten

  • 200 g Haferflocken zarte + 2 EL als Topping
  • 400 g Dinkelmehl Type 630
  • 1 g Hefe frische
  • 400 g Wasser
  • 14 g Salz

Zubereitung

Zubereitung:

  • Etwa 100g Wasser von der abgemessen Gesamtmenge abnehmen und die Hefe darin auflösen.
  • Das restliche Wasser mit dem Salz verrühren. Etwa 50g beiseitestellen.
  • Mehl, Haferflocken und dann die aufgelöste Hefe dazugeben.
  • Alle Zutaten per Hand oder mit einem Holzlöffel so lange vermischen, bis sich alle Zutaten miteinander verbunden haben. Sollte der Teig zu trocken sein, dann von dem beiseitegestellten Wasser tröpfchenweise dazugeben. Der Teig ist relativ weich, soll aber nicht kleben.
  • Die Schüssel abdecken und und mindestens 8 (bis 24) Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen.
  • Nach einer Stunde prüfen, ob der Teig nicht zu trocken ist. ist (die Haferflocken könnten das Wasser entzogen haben.. Einmal rundherum dehnen und falten.
  • Nach mindestens 8 Stunden den Teig vorsichtig auf eine stark bemehlte Arbeitsplatte gleiten lassen
  • Einen bemehlten Gärkorb bereitstellen oder die eben benutzte Teischüssel mit einem Geschirrtuch auslegen und mit Mehl bestäuben.
  • Den Teig wieder rundherum falten. Dazu jeweils von einer Teigseite aus, einen Teigabschnitt mit den Fingern zur Mitte ziehen und dort andrücken. (Eventuell mit den Fingern der anderen Hand fixieren.) So oft zur Mitte falten ( ca. 5 - 6 x) bis der Teigling rundherum eingeschlagen und fest gestrafft ist. Dann umdrehen, sodass die glatte Seite nach oben zeigt.
  • Die Teigkugel seitlich mit den Händen umfassen und dabei die Teighaut nach unten, unter die Kugel raffen, damit die Teigoberfläche gespannt ist.
  • Den Teigling in den Gärkorb oder die ausgelegte Schüssel legen und 1 Stunde bei Raumtemperatur reifen lassen.
  • .Den Backofen mit dem Deckeltopf auf 250°C / 482°F O.-/U.-hitze oder Umluft vorheizen.
  • Zugeschnittenes Backtrennpapier auf der Arbeitsfläche bereitlegen.
  • Den Teig aus der Schüssel oder dem Gärkorb auf das Papier gleiten lassen. (Die Unterseite liegt jetzt oben,)
  • Den heißen ! Topf aus dem Ofen nehmen. Vorsichtig den Deckel abnehmen und den Teigling mithilfe des Backtrennpapiers in den Topf heben.
  • Wenn gewünscht In die Oberfläche ein Muster einschneiden und Haferflocken als Topping darüber verteilen.
  • Den Deckel aufsetzen und den Topf in die Mitte des Ofens stellen.
  • Die Temperatur auf 230°C vermindern und 35 Minuten backen.
  • Dann den Deckel entfernen und unter Aufsicht weitere 5 Minuten backen.
  • Sobald das Brot fertig gebacken ist, dieses sofort aus dem Topf nehmen und auf einem Backgitter abkühlen lassen.
  • Guten Appetit!

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Hafer-Dinkelbrot im Anschnitt
Hafer-Dinkelbrot im Anschnitt

 

 

 


6 Kommentare

  • Thomas

    Hallo,
    Ich habe das Brot nun in verschiedenen Varianten gemacht und nur die mit normalem Brotmehl wurde gut. Dinkel und Vollkorn gingen nicht auf. Hast Du ne Ahnung warum?

    • Birgit D

      Hi Thomas,
      schön mal wieder etwas von Dir zu lesen! Ich denke, dass Du bei der Verwendung von Vollkornmehlen mehr Hefe benötigst. Wieviel das sein muss, kannst Du nur durch Ausprobieren herausfinden. Wenn Du nur max. 10% des Mehls austauschst, sollte meine angegebene Hefemenge genügen. Außerdem verändert sich bei der Verwendung von Vollkornmehlen die Wassermenge. Vollkornmehl bindet mehr Flüssigkeit als Weizenmehl 550 oder Dinkel 630. Es quillt auch noch während der Ruhezeit. Meistens reichen etwa 10-20 Prozent mehr Wasser. Wenn Du reine Vollkornbrote backen möchtest, solltest Du anstelle von Hefe Sauerteig verwenden. – Warum Dein Brot mit Dinkelmehl nicht aufgegangen ist, liegt also vielleicht an der Mehltype (Konstantin hatte auch Probleme mit Dinkelbroten. Letztlich stellte sich heraus, dass er immer anstatt 630er, Dinkel-Vollkorn verwendet hatte. . .) Vielleicht solltest Du Deine Mehlpackung auch einmal genauer unter die Lupe nehmen. Mein Tipp: Die Flüssigkeit bei der Herstellung des Teiges nach und nach zugeben. So lässt sich am besten überprüfen, welche Flüssigkeitsmenge benötigt wird, damit der Teig geschmeidig wird. Ich würde bei Backversuchen mit Vollkornmehl zunächst nur die Hälfte der im Rezept angegebenen Feinmehlmenge durch Vollkornmehl ersetzen.Ich hoffe, dass ich Dir weiterhelfen konnte. Liebe Grüße

      • Thomas

        Hallo,
        Deinen Blog finde ich wie immer super. Jedem Deutschen, den ich hier treffe erzähle ich davon.
        Vielen Dank für die Hinweise. Das mit dem Wasser hatte ich schon bemerkt und gab dann etwas dazu. Ich probiere es mal mit dem Mischen von Mehlen. Habe heute erst eines gebacken und zusätzlich Leinsamen dazugegeben.

        Letztens habe ich den London Fog Cake in dem Kochbuch Bake from Scratch gefunden und ausprobiert. Der helle Wahnsinn – Torte mit Earl Grey! Das Rezept findest du leicht. Vielleicht gibt es ja such Brote mit Tee? Einfach mal das Wasser gegen Tee austauschen? Was meinst du?

        • Birgit D

          Hallo Thomas,
          danke, danke, danke! Ein super schönes Lob! Ich freue mich, wenn ich mit meinen Rezepten inspirieren und mit meinen Antworten helfen kann.
          Earl Grey ist mein absoluter Lieblingstee. Ich werde gleich einmal nachschauen, ob ich das Rezept finde. (Sonst weiß ich ja, wen ich fragen kann…) Hier im Blog habe ich einmal ein Chai-Latte Käsekuchen-Rezept gepostet. Vielleicht ist das auch ein Kuchen nach Deinem Geschmack. – Bisher habe ich noch nie von einem „Teebrot“ gelesen oder gehört. Aber warum sollte der Austausch von Wasser gegen Tee nicht funktionieren. (Es könnte natürlich sein, dass irgendein Inhaltsstoff mit der Hefe – nicht kann…) Meine Bedenken wären aber, dass der Hefeteig wahrscheinlich sehr viel vom Tee-Geschmack wegnehmen könnte. – Ich verwende auch gern Körner und Saaten in meinen Broten. Aber diese sollten nicht einfach so dem Teig zugefügt werden; denn die meisten Körner nehmen Feuchtigkeit auf. Das bedeutet: Das Brot wird sehr fest und krümelig – nicht wirklich lecker! Aus diesem Grund solltest Du die Saaten mit Wasser sättigen: Dazu stellt man eine Körner-Wasser-Mischung her und lässt sie einige Stunden stehen, bevor sie im Teig verarbeitet werden. So eine Mischung nennt der Bäcker: Quellstück. Damit das Quellstück aber nicht zu nass wird und überschüssiges Wasser in den Teig abgibt, muss man in etwa abschätzen, wieviel Wasser verwendet werden muss. Geschrotete Leinsaat (nimmt besonders viel Wasser auf) bis zum Zweifachen des Eigengewichts (50g Leinsaat x2 = 100g Wasser) Kürbiskerne und Sonnenblumenkerne nehmen die Hälfte ihres Gewichtes auf. Vielleicht hilft Dir das für Deine kommenden Backvorhaben. Liebe Grüße und komm gut ins Wochenende.

          • Thomas

            Ah, guter Tipp mit den Körnern.
            Solltest du den London Fog cake machen wird dir der Boden viel zu flüssig vorkommen – funktioniert aber.
            Die Karamellsosse kannst du aber weglassen. Obwohl sie gut ist, ist sie viel zu stark für den Kuchen. Und da die Torte sowieso eine Kalorienwasserstoffbombe ist, vielleicht auch ganz gut so 😉

          • Birgit D

            Hi Thomas, es freut mich, wenn Dir mein Tipp beim Backen hilft. Den London Fog Cake habe ich gefunden und – er wird demnächst gebacken! Danke, dass Du mich auf ihn aufmerksam gemacht hast! Vorher hatte ich noch nie etwas von diesem Kuchen gehört. Ich bin gespannt, wie er schmeckt. Auf jeden Fall sieht er total lecker aus. Vielleicht siehst Du den Kuchen demnächst einmal hier bei mir. Liebe Grüße und hab einen schönen Sonntag.

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