Raclette „Alles ist Käse“ – kreative Ideen fürs Pfännchen und umzu

Werbung

Weihnachten, Silvester, festliche Anlässe oder auch einfach nur lange Winterabende, an denen ihr euch mit Verwandten und Freunden treffen wollt, sind die perfekten Gelegenheiten, um ein gemütliches stressfreies Raclette-Essen zu zelebrieren. Warum? Alle Zutaten für ein Raclette sind schnell zubereitet und jeder am Tisch kann individuell, nach eigenem Geschmack, sein Pfännchen selbst befüllen und dann genießen.

Ihr plant gerade für eine besondere Gelegenheit solch ein kulinarisches Highlight, dann schaut doch einmal, wie ich so einen Racletteabend vorbereite.

Das Raclette-Zubehör 

  • ohne ein Raclette-Gerät mit dazugehörenden Pfännchen und Holzspatel geht gar nichts. Ideal sind elektrische Geräte, die zusätzlich mit einer Grillplatte oder einem heißen Stein ausgestattet sind. – Denkt auch an eine Verlängerungsschnur!
  • mindestens ein Pfännchen pro Gast – besser zwei!
  • Speiseöl in einem kleinen Töpfchen mit Pinsel zum Einfetten der Grillfläche, falls diese vorhanden sein sollte.

Raclette-Zutaten: „Alles ist Käse“

„Alles ist Käse“ – nein nicht wirklich 😉 Doch Raclette ohne Käse – nein, geht gar nicht – ist kein Raclette. Obschon das originale Schweizer Raclette, mit dem, was wir heute im Allgemeinen Raclette nennen, nicht mehr viel gemein hat.  Um ein Schweizer Raclette nach Walliser Art zuzubereiten, benötigt man eine offene Feuerstelle. Zwei Hälften eines Raclettekäselaibes werden dabei mit der Schnittfläche so dicht an die Glut gelegt, dass die obere Schicht langsam schmilzt und dann von den Hälften wechselweise mit einem Messer auf einen Teller geschabt (racler, frz.) werden. Das Besondere dabei ist, dass während dieses Schmelzvorganges, der Käse auch gleichzeitig geräuchert wird.. Dadurch entwickelt sich ein unverwechselbarer Geschmack. Traditionell gibt es dazu Pellkartoffeln oder Brot.

Schön, wenn man weiß, wie ein Raclette traditionell im schweizer Kanton Wallis gegessen wird, aber bestimmt ebenso schön, wenn man seiner kulinarischen Kreativität und dem Geschmack freien Lauf lassen kann und in der Wahl seiner Zutaten frei ist.

Tipps zur Auswahl der passenden Käsesorten

  • Raclette-Käse: der Klassiker.  Dieser besondere herzhafte Rohmilchkäse stammt aus der Schweiz, hat einen Fettgehalt von mehr als 50% und darf auf keinen Fall fehlen. Dieser mild-würzige Schnittkäse schmilzt besonders schnell und gleichmäßig. Es gibt ihn mittlerweile nicht nur in der klassischen Version, sondern auch in verschiedenen Geschmacksrichtungen z.B. mit Chili, grünem Pfeffer, Trüffel und Knoblauch – die Käserinde sollte nicht abgeschnitten werden.
  • Gouda: wegen seiner hervorragenden Schmelzeigenschaften ganz besonders gut fürs Raclette geeignet. Gouda gibt es in verschiedenen Reifestufen, sodass er von mild bis Old Amsterdam für Kinder als auch für Erwachsene, die reifen Käse lieben, eine gute Wahl ist.
  • Edamer, Butterkäse zwei Käsesorten, die ebenfalls gut schmelzen und besonders bei Kindern beliebt sind.
  • Emmentaler süßlich schmeckender schweizer Käse, der besonders gut zu Nüssen und Früchten schmeckt.
  • Roquefort (frz.) oder Gorgonzola (ital.) beides  cremige, edle Blauschimmelkäsesorten. Der würzige, etwas scharfe Geschmack hat so manchen Liebhaber und – für meinen Mann ein MUSS. Beide Sorten passen besonders gut zu Obst wie z.B. Birnen und Feigen.
  • Büffel-Mozzarella ein sehr milder frischer Käse, der sehr schnell schmilzt
  • Cheddar, in verschiedenen Reifestufen – cremig schmelzender Käse mit würziger Note
  • Camembert und andere Weichkäsesorten – würzig, cremig – ideal zu Trauben
  • Schafs- und Ziegenkäse in verschiedenen Varianten – würzig und ideal mit Oliven, Paprika und kräftigen Aromen

Pro Person rechne ich ungefähr 300g Käse.

Raclettekäse und mit Frischkäse gefüllte Paprika

Raclettekäse und mit Frischkäse gefüllte Paprika

Basics: Kartoffeln & Co 

Beim Schweizer Raclette wird in den Pfännchen ausschließlich der Käse geschmolzen, der anschließend über die Kartoffeln auf dem bereitstehenden Teller geschabt wird. Diese ursprüngliche Zubereitungsweise hat sich weiter entwickelt und so werden inzwischen die Pfännchen mit allerlei Ingredienzien bestückt, bevor der Käse zum Schmelzen aufgelegt wird.

Dazu gehören:

  • Pellkartoffeln
  • Süßkartoffeln, gegart
  • gekochte Pasta
  • gekochter Reis
  • gegarter Couscous
  • Tortilla-Chips
  • Baguette
  • vorgegarte Gnocchi
Raclette - Pellkartoffeln

Raclette – Pellkartoffeln

 

Erlaubt ist, was gefällt – Raclette-Zutaten

In der Schweiz zum Raclette ein No-Go, doch außerhalb ihrer Grenzen sehr beliebt: Gemüse, Obst, Fleisch und Fisch im Pfännchen

Gemüse und Kräuter

  • Silberzwiebeln,
  • Oliven
  • Cornichons
  • Paprika, frisch oder mariniert
  • rote oder weiße Zwiebeln, in feine Ringe geschnitten
  • frische Kräuter – z.B. Petersilie, Koriander, Schnittlauch, Frühlingszwiebeln, Rosmarin, Thymian,
  • Tomaten
  • frische Pilze, z.B. Champignons,
  • Mais, Dose
  • Kidney-Bohnen, Dose
  • Rosenkohl, al dente gegart
  • Zucchini in Scheiben
  • Knoblauch, in Scheiben oder gehackt
  • Ingwer, in Scheiben oder gehackt
  • Röstzwiebeln

Obst

  • Ananas
  • Birne
  • Feigen
  • Weintrauben
  • Apfel

Für den Grill:

  • verschiedene Fleischfiletsorten
  • Bacon
  • Schinken, roh, gekocht oder geräuchert
  • Salami
  • diverse Fischfiletsorten
  • Garnelen
  • Muscheln, z.B. Miesmuscheln und Austern zum Gratinieren
  • Eier – als Spiegelei
  • Tofu, geräuchert oder mariniert
Für den Grill- Lachs, Scampi und Scampispieße

Für den Grill- Lachs, Scampi und Scampispieße

Süßes zum Dessert

Ein süßer Abschluss gefällig? Dann bestückt die Pfännchen nach Lust und Laune mit nachfolgenden Zutaten. Vielleicht zaubert ihr dann noch zusätzlich etwas Eis aus der Gefriertruhe und – ein Desserttraum kann entstehen . . .

  • Obst, z.B.  Banane, Ananas, Feigen, Trauben, Melone und. . .
  • Nüsse, Cashews, Walnüsse und . . .
  • Marshmallows
  • Schokolade
  • Cookies

Die Mengen für die Einkaufsliste

300 g Käse pro Person.

Zum Raclette bereite ich immer Pellkartoffeln vor, sodass ich auf jeden Fall eine Sättigungsbeilage habe. Pro Person koche ich ca. 300 g Kartoffeln. Ich suche mir immer möglichst kleine Kartoffeln (z.B. Drillinge) aus. Große Kartoffeln würde ich nach dem Pellen in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden.

Verzichtet ihr auf Kartoffeln, sollte eine entsprechende Menge an Brot, Pasta oder den oben erwähnten Basics bereitstehen. Im Zweifelsfall lieber zu viel als zu wenig Vorbereiten; Reste lassen sich am nächsten Tag hervorragend zu allerhand köstlichen Speisen verarbeiten. Schaut euch doch zum Beispiel mal die Rezepte von den Nudel-Muffins und den würzigen Reisküchlein an. Gratins und Aufläufe sind außerdem bestens geeignet, um am nächsten Tag Reste von Käse und anderen Zutaten zu verwerten.

Solltet ihr allerdings sehr viele Gemüsebeilagen haben, reduziert sich die Menge der Sättigungsbeilage. Beim Kauf der verschiedenen Gemüsesorten achte ich besonders auf Vielfalt, lasse aber auch nicht die besonderen Vorlieben meiner Gäste außer Acht. Ich habe beobachtet, dass meine Gäste mit Vorliebe bei Tomaten, frischen Champignons, schwarzen und grünen Oliven, Zwiebelringen sowie Ananas und Weintrauben zugreifen.

Beilagen ca. 300 g pro Person.

 

Kleine Spezialitäten machen das Raclette komplett

Saucen und Dips

Je nachdem, was ihr für die Pfännchen oder den Raclettegrill vorgesehen habt, sollten die Saucen und Dips ausgesucht werden. Hierbei könnt Ihr euch an Fondue und BBQ orientieren. Von Salsas, Chutneys, Ketchups über angereicherte Mayonnaise und Quark zu Hummus, Tzatziki, Guacamole und anderen Saucen – erlaubt ist, was euch schmeckt. Die Auswahl an Fertigsaucen z.B. von Thomy ist groß, doch auch selbstgemachte Dips sind schnell gemacht. Schaut euch weiter unten meine beiden köstlichen Dip-Rezepte an. Mmmmmh, sie passen wunderbar zu Fisch und Fleisch, aber auch zu allen anderen vorgenannten Zutaten.

 

Cremiger Senf-Dip

Cremiger Senf-Dip

Curry-Dip mit Mango

Curry-Dip mit Mango

 

Getränke

In der Schweiz wird traditionell ein trockener Weißwein oder ein Roséwein getrunken. Aber auch Bier passt wunderbar zum rustikalen Raclette. Wer keine alkoholhaltigen Getränke mag, kann auch, wie in der Schweiz üblich, Tee und Teegetränke (kalt oder heiss) zum Essen genießen. Der Tee soll eine bessere Verdauung des Käses fördern.

 

Ab ins Pfännchen – einige köstliche Anregungen

  • Schweizer Traditional – „Wer hat‘ s erfunden?!“: Raclettekäse fürs Pfännchen dazu Pellkartoffeln, Silberzwiebeln, Essiggürkchen und Pfeffer aus der Mühle
  • Mexikanisches Pfännchen – Arriba!: Nachos, Kidney-Bohnen, Maiskölbchen, Paprikastreifen, Mozzarella – dazu Rindfleischstreifen vom Grill
  • Italienisches Pfännchen neapolitano: Pasta, etwas Basilikum-Pesto, Cherry-Tomaten, Pecorino
  • Griechisches Pfännchen – Sirtaki: schwarze Oliven, Reis oder Kritharaki, Schafskäse und Lammchops vom Grill
  • Roquefort-Pfännchen: Geschälte Birne in feine Streifen geschnitten, Walnüsse, Roquefort und Schnittlauch
  • Meeresfrüchte-Pfännchen:  gegarte Scampi, Muscheln, Cherry-Tomaten, Chiliflocken, Mozzarella
  • Spanisches Pfännchen: Chorizo in Scheiben geschnitten, Tomatenscheiben, Manchego und Chiliflocken
  • Pfännchen „Toast Hawaii“: Baguette- oder Toastscheibchen, Ananas, Cheddar, Süßkirsche

 

Mexikanisches Pfännchen mit Nachos

Mexikanisches Pfännchen mit Nachos

 

Meeresfrüchtepfännchen mit Scampi, Tomaten und verschieden Saaten und Nüssen

Meeresfrüchtepfännchen mit Scampi, Tomaten und verschieden Saaten und Nüssen

 

Noch mehr zum Thema Raclette gibt es auf der Seite von Thomy. Dort findet ihr Thomy Raclette-Rezepte – Tipps, Tricks & mehr für den käsigen Gaumenschmaus.

 

Meine Lieben, sobald man einmal mit der Komposition eines Pfännchen angefangen hat, kommen weitere Ideen von ganz allein.
Couscous, Nudeln, Reis, Süßkartoffeln, Kürbis, Auberginen – alles ist möglich. Ich freue mich, wenn ich euch einen Anreiz geben konnte, um einen besonderen Racletteabend zu zelebrieren, der diesmal nicht unbedingt traditionell sondern vielleicht spannend, neu und kreativ sein wird.

Viel Spaß und guten Appetit!

Eure

Raclette

Raclette

Cremiger Senf-Dip

Cremiger Senf-Dip

Zubereitungszeit15 Min.
Gericht: Dip, kalte Soße
Land & Region: Deutschland
Keyword: Dip, Kalte Soße, scharfer Thomy-Senf
Autor: Birgit D
Drucken

Zutaten

  • 4 Stück Frühlingszwiebel
  • 150 g Crème fraîche
  • 150 g Joghurt natur
  • 2 TL scharfer Senf von Thomy
  • 1 Stück Bio-Zitrone Saft und Abrieb
  • 1 TL Honig flüssig
  • Salz
  • Cayennepfeffer

Zubereitung

  • Die Frühlingszwiebeln putzen und alle Anteile in feine Ringe schneiden,
  • Die Bio-Zitrone heiss abwaschen abtrocknen und die gelben Anteile der Schale fein abreiben. Dann die Frucht halbieren und auspressen.
  • Crème fraîche mit Joghurt und Senf in einer Schüssel glatt aufrühren.
  • Die Hälfte des Zitronensafts, den Abrieb, Frühlingszwiebelringe und Honig dazugeben und vermischen. Mit Salz, Cayennepfeffer und nach Geschmack eventuell mit mehr Zitronensaft abschmecken.
  • Diesen cremigen Senf-Dip zu Fisch und Fleisch servieren. Er passt aber auch gut zu Pellkartoffeln, Gemüsesticks, frischem Brot und Chips

 

Curry-Dip mit Mango

Zubereitungszeit15 Min.
Gericht: Dip, Kalte Sauce
Land & Region: Deutschland
Keyword: Curry, Dip, Kalte Soße, Mango
Autor: Birgit D
Drucken

Zutaten

  • 1 Stück Mango reif, ca. 350 g
  • 2 Stück Schalotten
  • 100 g Erdnüsse ungeröstet und gewürzt
  • 200 g Joghurt natur
  • 2 TL Currypulver
  • 100 g Mayonnaise
  • Schnittlauch optional

Zubereitung

  • Das Currypulver ohne Fett in einer Pfanne unter Rühren rösten bis es duftet. Dann sofort aus der Pfanne nehmen und in eine kleine Schüssel füllen.
  • Die Mango schälen. Das Fruchtfleisch vom Stein schneiden und fein würfeln.
  • Die Schalotten schälen und fein würfeln.
  • Die Erdnüsse fein hacken.
  • Joghurt und Mayonnaise glatt aufrühren und die vorbereiteten Zutaten unterrühren.
  • Mit Cayennepfeffer und Salz abschmecken.
  • Dieser cremig-würzige Curry-Dip mit Mango passt sowohl zu Fisch als auch zu Fleisch. Aber auch sehr lecker zu Pellkartoffeln, Gemüsesticks, frischem Brot und Chips.

 

 


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: