Rosette Soffiate – Brote aus aller Welt

Moin und hallo Ihr Lieben,

am letzten Wochenende fand wieder einmal ein Synchronbacken statt. Zorra und Sandra hatten diesmal ihre Spürnasen über unsere Grenzen hinweg gen Italien gerichtet und herrliche Panini mit dem klangvollen Namen Rosette soffiate (dt. Aufgeblasene Rosetten) aufgespürt.

Diese Panini haben eine ganz besondere Form. Die Kruste ist kräftig und die Krume herrlich luftig. Außerdem überraschend: Eine Höhlung bzw. ein Loch im Inneren, das in italienischen Küchen auch gern mit einer Füllung versehen wird. Diese Besonderheit entsteht durch mehrfaches Falten des Teiges.

Diese Panini sind perfekt als Beilage zum Barbecue, zu mediterranen Antipasti, Käse und einem guten Wein, Bier und – es fällt Euch sicher noch mehr Passendes ein. . .

Rosette soffiate

Frühstücksbrötchen

Sonntags backe ich normalerweise die Frühstücksbrötchen für die kommende Woche. Die beiden Rosette soffiate Rezepte passten also sehr gut in meine Planung. Allerdings für ein Frühstücksbrötchen störend: Das Loch im Inneren der Rosetten. Deshalb habe ich mich nicht für das Rezept von Chili und Ciabatta sondern das des Brotdocs entschieden, der in seinem „germanisierten“ Rezept auch gleich den Tipp gibt, die Brötchen einfach wie gewohnt zu schleifen und auf das Falten zu verzichten.

Es gibt also zwei Rezepte zur Auswahl und ein anschauliches Video.  Die Besonderheit ist der Biga-Vorteig, in dem gleich 91% der gesamten Mehlmenge verarbeitet wird und der 1%ige Hefezusatz. Die Reifezeit beträgt 16 bis 18 Stunden bei Raumtemperatur. Am eigentlichen Backtag werden nur noch das restliche Mehl, etwas Wasser, Malz sowie Salz zugegeben und verknetet. Danach die Teiglinge geformt. Die Reifezeit beträgt insgesamt zwei Stunden. Kein schnelles, aber sehr lohnendes, schmackhaftes Backprojekt!

Rosette soffiate

Hitzerennen

Ich will es gleich vorwegnehmen: Am Backtag hatte ich Schwierigkeiten mit dem Teig. Da ich neben dem Backen noch andere Tätigkeiten eingeplant hatte, habe ich mich nach den im Rezept angegebenen Zeiten gerichtet, ohne den Teig zu beobachten. Das hat sich gerächt. Der Hauptteig, gleich nach dem Kneten von einer wundervollen geschmeidigen Konsistenz, lief mir später fast vom Brett. Außentemperaturen um die 30°C ließen die Raumtemperatur ansteigen und den Teig schneller gehen (rennen…). Aus diesem Grund sind meine Rosetten etwas flach geraten. Doch der Geschmack ist letzlich entscheidend und – der passt!

Ach, übrigens: Ich habe gleich nach Herstellung des Hauptteiges, 400g Teig abgewogen, diesen in vier 100g-Stücke geteilt und wie im verlinkten italienischen Video geformt. Resultat: Gleiche Krume, gleiche Kruste und kein Loch – leider! Aber ich werde dieses Rezept auf jeden Fall noch einmal ausprobieren und dann alternativ das italienische Mehl verwenden. Vielleicht habe ich mir bis dahin auch noch einen Apfelzerteiler zugelegt. Doch warum eigentlich? Der kreative Ersatz mit Schnapsglas und Messer hat doch geklappt. . .

Wer Interesse hat, die Rosette soffiate bei den anderen Teilnehmerinnen des Synchronbackens anzuschauen, findet die Links weiter unten.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Backen dieser sehr leckeren Panini und freue mich auf Euer Feedback.

Eure

Rosette soffiate

Rosette Soffiate - Brote aus aller Welt

Im folgenden Rezept habe ich meine Zutaten jeweils an die erste Stelle gesetzt. Alternativen sind mit Sternchen gekennzeichnet. Dieses Rezept weicht von dem Original insoweit ab, als dass dieser Teig nicht mehrmals gefaltet wird. Wer sich die Originalmachart anschauen möchte, folgt bitte nachfolgender Adresse. Bitte beachtet, dass der Vorteig eine Ruhezeit von 16 - 18 Stunden und der Hauptteig am Backteig zweimal eine Stunde benötigt Viel Spaß beim Backen! Eure Birgit
Vorbereitungszeit10 Min.
Gericht: Beilage, Brot, Brötchen
Land & Region: Italien
Keyword: Abendbrot, backen, baking, Bio, Brauch, Brot backen, Brötchen, Brotzeit, flour, Frühstück, Hefe, mediterran, organic, rosette soffiate
Portionen: 20 Brötchen
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Zutaten

Biga - Vorteig

  • 1000 g Weizenmehl Type 550 - Weizenmehl Tipo 0 kleberstark W350*
  • 500 g Wasser 550g*
  • 10 g Hefe frisch

Hauptteig

  • 1560 g Biga gestückelt
  • 130 g Weizenmehl Type 550, - Weizenmehl Tipo 0 kleberstark W350*
  • 150 g Wasser 200g Wasser*
  • 25 g Malzbier bei mir als Ersatz für die folgenden Malzsorten, da nicht vorrätig. Möglich wäre auch Honig, Rübensirup oder Rohrzucker
  • 3 g Backmalz enzymatisch*
  • 20 g Backmalz inaktiv*
  • 22 g Salz

Zubereitung

Biga

  • Die Zutaten n der Küchenmaschine oder per Hand zu einem Teig verkneten. Dieser braucht nicht voll entwickelt zu sein.
  • Biga auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einer Kugel formen.
    Für den Hauptteig das Wasser in die Knetschüssel geben. Die Biga stückweise dazu geben. Mehl, Salz und Malz hinzugeben und den Teig 5 Minuten zusammenkneten. Knetgeschwindigkeit erhöhen und weitere 5 Minuten auskneten zu einem glatten Teig. Den Teig sofort auf die Arbeitsfläche geben und in 19 Stücke von ca. 100 g teilen. Die Teiglinge entweder rund schleifen oder wie auf im oben verlinkten Blog zu einer Kugel falten. Letzeren Weg wählen, wenn innen nach dem Backen ein Loch gewünscht wird. Die Teiglinge mit Schluss oben im Bäckerleinen eine Stunde bei Raumtemperatur reifen lassen. Teigling in Mehl wälzen. Mit einem Apfelausstecher oder einem Brötchendrücker von der Oberseite her (Schluss unten) tief eindrücken. Erneut mit dem Schluss oben für 1 bis 1 1/2 Stunden im Leinentuch abgedeckt reifen lassen. Den Ofen auf 250 °C gut vorheizen. Die Teiglinge auf den Einschießer mit Backpapier wenden und mit Wasser besprühen. In den Ofen geben und gut schwaden. Mit konstant 250 °C für 16 bis 20 Minuten abbacken. Nach dem Backen nochmals mit Wasser besprühen.
  • Dann in einer Teigwanne 16 bis 18 Stunden bei 18 bis 20 °C reifen lassen.

Hauptteig

  • Das Wasser in die Knetschüssel füllen. Die Biga stückweise dazugeben.
  • Mehl, Salz und Malz-(bier) hinzugeben und den Teig 5 Minuten zusammenkneten.
  • Das Knettempo erhöhen und in weiteren 5 Minuten zu einem glatten Teig verarbeiten.
    Für den Hauptteig das Wasser in die Knetschüssel geben. Die Biga stückweise dazu geben. Mehl, Salz und Malz hinzugeben und den Teig 5 Minuten zusammenkneten. Knetgeschwindigkeit erhöhen und weitere 5 Minuten auskneten zu einem glatten Teig. Den Teig sofort auf die Arbeitsfläche geben und in 19 Stücke von ca. 100 g teilen. Die Teiglinge entweder rund schleifen oder wie auf im oben verlinkten Blog zu einer Kugel falten. Letzeren Weg wählen, wenn innen nach dem Backen ein Loch gewünscht wird. Die Teiglinge mit Schluss oben im Bäckerleinen eine Stunde bei Raumtemperatur reifen lassen. Teigling in Mehl wälzen. Mit einem Apfelausstecher oder einem Brötchendrücker von der Oberseite her (Schluss unten) tief eindrücken. Erneut mit dem Schluss oben für 1 bis 1 1/2 Stunden im Leinentuch abgedeckt reifen lassen. Den Ofen auf 250 °C gut vorheizen. Die Teiglinge auf den Einschießer mit Backpapier wenden und mit Wasser besprühen. In den Ofen geben und gut schwaden. Mit konstant 250 °C für 16 bis 20 Minuten abbacken. Nach dem Backen nochmals mit Wasser besprühen.
  • Danach den Teig sofort auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und in 20 Teiglinge von ca. 100g teilen.
    Teiglinge abwiegen 100g
  • Die Teiglinge entweder rund schleifen oder wie auf im zweiten verlinkten Blog zu einer Kugel falten. Letzeren Weg wählen, wenn im Inneren des gebackenen Panini ein Loch gewünscht wird.
    Teiglinge abwiegen 100g
  • Die Teiglinge mit Schluss oben iin einem bemehlten Tuch oder Bäckerleinen eine Stunde bei Raumtemperatur reifen lassen.
    Teiglinge ruhen lassen
  • Teiglinge in Mehl wälzen. Mit einem Apfelausstecher oder einem Brötchenstempel von der Oberseite her (Schluss unten) möglichst tief tief eindrücken. Achtung! Nicht durchdrücken und zerteilen!!! ---Das Muster habe ich mangels Apfelausstechers jeweils mittig mit einem kleinen Schnapsglas und die Strahlen mit einem Messer bzw. der Teigkarte eingedrückt.
    Mit Apfelzerteiler oder mit Schnapsglas und Messer Muster eindrücken
  • Erneut mit dem Schluss oben für 1 bis 1 1/2 Stunden im bemehlten Tuch abgedeckt reifen lassen.
    Letzte Reifezeit nach Formung
  • Den Ofen mit einem heißen Stein oder Backblech auf 250 °C vorheizen. Eine mit Wasser gefüllte ofenfeste Schale unten auf den Boden stellen.
  • Die Teiglinge wenden, mit etwas Abstand auf Backpapier legen und mit Wasser besprühen.
    Teiglinge gewendet auf Backpapier
  • Das heiße Backblech aus dem Ofen nehmen und mithilfe des Backpapiers die Teiglinge aufs Blech ziehen.
  • Bei 250°C für 15 - 20 Minuten unter Beobachtung abbacken. Ich habe drei Bleche mit Rosette gebacken.
  • Die gebackenen Brötchen sofort nach dem Backen nochmal mit Wasser besprühen.
  • Die Rosette soffiate auf einem Backgitter abkühlen lassen und dann - genießen! Buon appetito!

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Die Teilnehmerinnen am Synchronbacken – Rosetta soffiate:

zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf
Britta von Backmaedchen 1967
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum
Geri von Lecker mit Geri
Désirée von Momentgenuss
Simone von zimtkringel
Katja von Kaffeebohne
Dagmar von Dagmar brotecke
Ilka von Was machst du eigentlich so?!
Birgit M. von Backen mit Leidenschaft
Sandra von From-Snuggs-Kitchen
Bettina von homemade & baked
Christine von Anna Antonia-Herzensangelegenheiten
Manuela von Vive la réduction!

Ihr Lieben, es hat mir mit Euch wieder sehr viel Spaß gemacht! Ich freue mich auf das nächste Mal ♥ Liebe Grüße

 

 

 


18 Kommentare

    • Birgit D

      Danke, liebe Katharina! Für mich ist auch der Geschmack, die Kruste und die Krume entscheidend. Mir gefallen diese Brötchenaußerordentlich gut und ich werde sie auf jeden Fall wieder backen. Zum Vergleich beim nächsten Mal mit dem Manitobamehl.
      Liebe Grüße

    • Birgit D

      Hallo Birgit, ich danke Dir! Sie werden in Italien sicher nicht als Rosette soffiate durchgehen, aber letztlich ist doch der Geschmack entscheidend und der ist absolut super! Ich kann dieses Rezept nur empfehlen und werde diese Brötchen definitiv wieder backen! Liebe Grüße

  • zorra vom kochtopf

    Ich hab die italienische Variante gebacken, leider auch ohne Loch in der Krume. Aber wie du bin ich vom Geschmack begeistert! Ich würde gerne eins deiner hübschen Brötchen probieren, so zum Vergleich! Danke fürs Mitbacken, hat wieder Spass gemacht.

    • Birgit D

      Danke liebe Zorra, komm zum Probieren vorbei! Ich kann Dir noch Rosette soffiate anbieten, denn ich habe sie eingefroren. Liebe Grüße und – bis bald ♥

  • Simone von zimtkringel

    Schön sind sie geworden! Ach stimmt, Malzbier wäre auch noch eine Variante gewesen. Darauf bin ich gar nicht gekommen und habe dann den letzten Rest Rübensirup aus dem Glas gekratzt.
    Liebe Grüße
    Simone

    • Birgit D

      Danke, liebe Simone! Wer hat schon alles vorrätig?! Kreativität ist die Devise und die hat mir schon die besten Back- und Kochergebnisse bereitet.Liebe Grüße

    • Birgit D

      Vielen Dank, liebe Dagmar! Eigentlich ist das Muster doch auch nicht entscheidend, oder?! Die Hauptsache ist der Geschmack und der ist bei diesen Rosette – super!
      Liebe Grüße

  • Britta von Backmaedchen 1967

    Wow super tolle Brötchen hast du da gebacken. Ich finde das Loch im Brötchen braucht kein Mensch. Ich habe die Variante zwar so gebacken weil es mich einfach gereizt hat ob das mit dem Loch wirklich klappt aber ohne Loch hat man eindeutig mehr vom Brötchen. Ich werde diese Brötchen auch noch mal mit italienischen Mehl backen und gucken wie sie damit werden.
    Liebe Grüße
    Britta

    • Birgit D

      Danke, liebe Britta! Ja, dieses Loch in der Krume wird wirklich überbewertet 😉 Beim nächsten Mal werde ich das Manitobamehl verwenden und vielleicht spielen die Temperaturen dann mit. . .Liebe Grüße und bis bald!

  • Katja aka Kaffeebohne

    Hallo Birgit, ich habe nach dem Rezept von Petra gebacken und noch eine gefühlte Ewigkeit gefaltet. Mit dem Teig wegrennen hatte ich keine Probleme, aber irgendwie sind sie nicht so gegangen und es gab auch kein Loch. Die Brötchen waren sehr lecker, aber bestanden fast nur aus Kruste und liesen sich auch nicht aufschneiden.
    Ich versuche es nächste Woche nochmal 🙂
    Liebe Grüße
    Katja

    • Birgit D

      Hallo Katja, ja manchmal steckt der Wurm drin. . . Ich werde diese leckeren Rosette soffiate auf jeden Fall wieder backen. Beim nächsten Mal werde ich das Manitobamehl verwenden. Interessant, ob es da einen geschmacklichen Unterschied gibt.
      Liebe Grüße

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