Nan-E Barbari, ein iranisches Fladenbrot – ideal als Grillbeilage

Nan-E Barbari - iranische Fladenbrote

Nan-E Barbari – iranische Fladenbrote

Am letzten Wochenende habe ich meine Küche mal wieder in eine Brotbackstube verwandelt; denn Zorra und Sandra hatten zum inzwischen 17. #Synchronbacken“ eingeladen. Das Thema war diesmal Nan-E Barbari –  ein iranisches Fladenbrot. 

Da wir den Plan hatten, am Sonntag den Grill anzuwerfen und ich zu solchen Gelegenheiten gern ein Brot backe, war das Thema perfekt – wie für mich gemacht 🙂  Draußen auf der Terrasse sitzen, ein schönes Getränk und dazu frisch gebackenes Fladenbrot mit einem leckeren Dip oder einer selbstgemachten Kräuterbutter genießen – das gehört für mich zum Savoir-vivre. (Eigentlich benötige ich dann nichts mehr vom  Grill . . .)

Das Nan-E Barbari, das Ihr heute kennenlernen werdet, gehört im Iran traditionell zu allen Mahlzeiten. Zum Frühstück bevorzugt man allerdings eine süße Variante, bei der das Wasser im Rezept durch Milch, und Salz durch Zucker ersetzt wird.

Das Rezept, das diesmal vorgegeben wurde, stammt von Petras Blog  Chili und Ciabatta. Sie selbst hat mit dem Teig bzw. dem Rezept, das ihr zur Verfügung stand, herumexperimentiert und bietet gleich zwei Varianten an – mit Sauerteig und alternativ mit Hefeteig. Ich habe mich für den Hefeteig entschieden, doch findet Ihr im Rezept auch die Sauerteigvariante.

Der Teig für die Fladenbrote wurde von mir in der Nacht von Samstag auf Sonntag angesetzt. Danach konnte er 11 Stunden bei Raumtemperatur chillen und wurde morgens weiterverarbeitet. Der Teig hat sich in der Ruhezeit prächtig entwickelt und viele große und kleine Blubberblasen gebildet. Die weitere Verarbeitung ging einfach vonstatten, nur unterbrochen von einer drei- bis vierstündigen Pause. Als Neuheit, für mich: Roo-Mal. Das ist eine sogenannte Streiche aus einem gekochten Wasser-Mehlgemisch, das dazu dienen soll, die Brotkruste besonders knusprig zu machen. Ich nehme es schon mal vorweg: es stimmt 🙂 Der Teig war wunderbar aromatisch -würzig im Geschmack und die Kruste war super knusprig. 

Falls ich Euch nun Appetit gemacht habe und Ihr  schnellstens auch einmal warmes, duftendes Fladenbrot knuspern wollt, müsst Ihr nur ganz, ganz schnell das nachfolgende Rezept ausprobieren. Erzählt dann einmal, ob es Euch auch so gut geschmeckt hat, wie mir 🙂

Und so geht‘ s:

Zutaten für 3 iranische Fladenbrote – Nan-E Barbari

  • 300 g Wasser
  • 11 g Salz
  • 0,4 g frische Hefe
  • 550 g Weizenmehl Type 550

Für die Arbeitsfläche

  • Weizenkleie und/oder Weizenvollkornmehl
  • Sesam, Schwarzkümmel oder andere Saaten nach Wunsch als Topping für die Brote (ein Fladenbrot habe ich außerdem mit etwas Mozzarella bestreut- mmmh )

Roo-Mal

  • 80 g Wasser
  • 1 TL Weizenmehl

Zubereitung:

Zeitplan: 22:00h Teig kneten – Stockgare bis 9:00h – Stückgare bis 12:00h – dann ausziehen und backen.

  1. 380 ml Wasser (beim Hefeansatz 300ml Wasser) in die Knetschüssel gegeben,  das Salz dazugeben und verrühren.
  2. Das Mehl hinzufügen.
  3. Die Hefe in dem restlichen Wasser verrühren
  4. Den Sauerteig oder die Hefelösung über das Mehl geben.
  5. Den Teig 5-6 Minuten auf kleinster Stufe oder per Hand kneten, dann 20 Minuten abgedeckt in der Schüssel ruhen lassen.
  6. Den Teig  zu einer Kugel formen, in die Schüssel legen und zugedeckt 10 – 11 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen.

    Der Teig für die Fladenbrote nach der Ruhephase

    Der Teig für die Fladenbrote nach der Ruhephase

  7. Den Teig nun in 3 Portionen à etwa 300 g teilen.
  8. Ein Leinentuch mit Mehl bestäuben, die Teiglinge mit Abstand voneinander darauflegen und mit Folie zugedeckt 4 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen.

    Drei Teiglinge

    Drei Teiglinge

  9. Etwa 1 Stunde vor dem Backen die Streiche das „Roo-Mal“ zubereiten.
  10. Dafür kaltes Wasser und Mehl in einem kleinen Topf klumpenfrei verrühren; dann erhitzen und kurz aufkochen, bis sich eine streichbare verkleisterte Masse bildet. Danach abkühlen lassen, die Masse dickt dabei noch etwas nach.
  11. Den Backofen auf 250°C O.-/U.-hitze mit zwei Backblechen vorheizen. (Die Fladenbrote werden später dann auf das eine Blech gelegt und mit dem umgedrehten zweiten Blech abgedeckt. Das musst Du unbedingt im kalten Zustand des Ofens einmal ausprobieren, da die Bleche später extrem heiß sind.)
  12. Alternativ den Backofen mit einem Backstein auf 250-260°C vorheizen.
  13. Die Arbeitsfläche mit reichlich feiner Weizenkleie  bestreuen.
  14. Die Teiglinge auf die Kleie setzen und abgedeckt nochmal 10-20 Minuten ruhen lassen, sie sollen vollkommen entspannt sein.
  15. Etwa 1 1/2 Tl Roo-Mal mit einem Backpinsel auf den Teiglingen verteilen.
  16. Dann mit den Fingerspitzen tiefe Rillen in das Brot drücken, die Brot soll dabei eine längliche Form erhalten.
  17. Die Brote mit einem Gemisch aus Sesam und Schwarzkümmel oder anderen Saaten bestreuen. (ich habe auf einen der Fladen auch noch etwas geriebenen Mozzarella verteilt.)
  18. Nun mit beiden Händen unter einen Teigling greifen, diesen dabei auf Backblechtiefe auseinanderziehen und auf ein mit Backblechgröße zugeschnittenes Backpapier legen und mit Hilfe dieses Papiers auf das heiße Backblech ziehen. Nach 5 Minuten das obere Blech entfernen und die Temperatur auf 230″C vermindern. Alternativ mit Hilfe eines Schiebers jeweils 2 Brote nebeneinander in den Backofen einschießen und 10-12 Minuten backen.
  19. Die Fladenbrote sind fertig, wenn sie goldbraun sind.
  20. Dann aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen.

    Fladenbrote - Nan-E Barbari

    Fladenbrote – Nan-E Barbari

Fladenbrote - Nan-E Barbari mit einem Kräuter-Limonen-Joghurtdip

Fladenbrote – Nan-E Barbari mit einem Kräuter-Limonen-Joghurtdip

  • Petra machte zu ihrem Rezept folgende Anmerkung: schöne knusprige Fladenbrote mit mittlerer Porung. Ich habe jeweils einen Teigansatz mit Hefe und einen parallel dazu mit meinem festem Sauerteig hergestellt. Der Teig mit dem festen Sauerteig war etwas weniger klebrig und angenehm zu verarbeiten. Bei den fertigen Broten konnten wir keinen großen Unterschied feststellen.

So, dieses Synchronbacken war wieder ein großer Spaß mit einem herrrlich knusprigen Ende. Mein Dank dafür geht an Zorra und Sandra, die einmal mehr ein besonders schönes Rezept aus dem Hut gezaubert haben. Liebe Grüße und –  ich freue mich auf das 18. #synchronbacken ♥

Und natürlich geht auch ein besonderer Gruß an die anderen Mädels (es waren diesmal keine Jungs dabei 🙁 ) vom 17. Synchchronbackteam. Es hat mir mit Euch viel Spaß gemacht. Bis zum nächsten Mal ♥

Möchtet Ihr die Fladenbrote der anderen Synchronbäckerinnen bewundern? Unter den nachfolgenden Links werdet Ihr fündig!

Liebe Grüße

Eure

 

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