Sauerfleisch nach Schleswig-Holsteiner Art mit würzigem Kräuter-Dip

Sauerfleisch auf Schleswig-Holsteiner Art

Sauerfleisch auf Schleswig-Holsteiner Art

Mein unter dem Sternbild der Jungfrau geborener Mann plant seine Geburtstagsfeier. Die Gäste sind eingeladen und – nur noch eins muss geklärt werden: Was wollen wir ihnen anbieten?

„Nach den vielen Salaten und dem Grillen der letzten Zeit, habe ich so einen Appetit auf etwas Deftiges. Wann gab es eigentlich zuletzt Sauerfleisch?! – Und Matjes?! – Ich kann mich schon gar nicht mehr erinnern wie der schmeckt….“, behauptet der Mann, der an keinem Fischbrötchenstand vorbeigehen kann ohne ein Matjesbrötchen zu erstehen!

Prima – warum nicht?! Nach einigem Hin und Her ist die Entscheidung klar: Sauerfleisch nach Schleswig-Holsteiner Art mit Kräuter-Dip, Matjes nach Birgits Art, knusprige Bratkartoffeln und als Dessert Vanilleeis mit roten Früchten der Saison.

Ich könnte es als Köchin bei diesen Speisen eigentlich nicht besser treffen; denn sämtliche Gerichte lassen sich gut vorbereiten.

Matjes nach Hausfrauenart

Matjes nach Hausfrauenart

Meinen Matjes nach Hausfrauenart habt Ihr schon hier kennengelernt, doch unser Schleswig-Holsteiner Sauerfleisch habe ich Euch noch nicht vorgestellt. Das ändert sich aber sofort!

So geht‘ s:

Zutaten für 4 Personen:             Kochzeit: ca. 90 Min

  • 1000 g Schweinenacken ohne Knochen
  • weiße gemahlene Gelatine, alternativ Blattgelatine ausreichend für ca. 1,5 l Flüssigkeit
  • ¼ l Weinessig, weiß
  • 3 + 5 Nelken
  • 3 + 4 Lorbeerblätter
  • 10 + 10 schwarze Pfefferkörner, Salz
  • 2 Zwiebeln
  • 6 + 6 Pimentkörner
  • 4 + 5 Gewürznelken
  • 2 + 2 TL Salz
  • 2 TL Zucker

Zubereitung:

  1. Die Zwiebeln schälen und längs vierteln.
  2. 1,5 l Wasser mit den Lorbeerblättern, den geviertelten Zwiebeln, Pfeffer- und Pimentkörnern, Gewürznelken, 2 TL Salz und 4 EL Essig aufkochen.
  3. Das kalt abgespülte Nackenstück in die kochende Flüssigkeit geben und bei niedriger Temperatur langsam garen lassen.
  4. Nach 90 Minuten das Fleisch herausnehmen und in Scheiben schneiden.
  5. Die Kochflüssigkeit durch ein feines Sieb geben und erkalten lassen.
  6. Die erkaltete Fettschicht, die sich auf dem Sud abgesetzt hat, abschöpfen.
  7. Danach die Flüssigkeit mit neuen Gewürzen aufkochen ( auf 1 Liter nehme ich ¼ l Weinessig, 5 Nelken, 4 Lorbeerblätter, 10 schwarze Pfefferkörner, 6 Pimentkörner, 2 TL Salz, 2 TL Zucker) und mindestens 15 Minuten bei geringer Hitze  ziehen lassen.
  8. Die Kochflüssigkeit durchsieben und abmessen.
  9. Entsprechend der Flüssigkeitsmenge Gelatine nach Packungsanweisung anrühren und in das gewürzte Kochwasser einrühren.
  10. Das Fleisch in eine große Schüssel geben und mit der Sülzflüssigkeit übergießen.
  11. Nach Wunsch, mit Zwiebeln, Scheiben von gekochten Eiern und Gewürzgurken garnieren und erkalten lassen.
  12. Das Sauerfleisch vor dem Servieren mindestens einen Tag abgedeckt im Kühlschrank ziehen lassen.

Dazu reiche ich knusprige Bratkartoffeln, eingelegte Gurken, Sahnemeerrettich und einen würzigen Kräuter-Dip.

Kräuter-Dip:

Zutaten:

  • 300 g griechischen Joghurt
  • 100 g Crème frâiche
  • Kräuter nach Wunsch (hier, Schnittlauch, Borretsch, Fenchel, Petersilie, Minze, Pimpernelle
  • Bio-Zitrone
  • Meersalz, bunter Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

  1. Die Zitrone heiß abwaschen, abtrocknen und von der halben Frucht die gelben Anteile der Schale abreiben.
  2. Die Kräuter waschen, trocken schütteln oder schleudern und fein hacken
  3. Den Joghurt mit Crème frâiche glatt rühren und die Kräuter sowie den Zitronenabrieb untermischen.
  4. Mit feinem Meersalz und buntem Pfeffer aus der Mühle abschmecken und zum Sauerfleisch reichen. (Schmeckt aber auch zu vielen anderen Speisen – einfach ausprobieren 🙂  )

Davor – darin – dazu und danach gibt es Getränke nach Wahl. Besonders gern wird hierzulande, zu diesen traditionellen nordischen Speisen, ein gutes Pils getrunken, doch harmoniert auch ein kräftiger Rotwein.

Probiert doch einmal so ein Gericht meiner Schleswig-Holsteinischen Heimat. Vielleicht kommt dabei ja die eine oder andere schöne Urlaubserinnerung auf…

Lot ju dat smecken!

Birgit

Sauerfleisch nach Schleswig-Holsteiner Art

Sauerfleisch nach Schleswig-Holsteiner Art

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