Dinkel-Kartoffelbrot mit Kräutern & Brennnessel-Nüsschen on top

Dinkel-Kartoffelbrot mit Kräutern & Brennnessel-Nüsschen on top

Moin und hallo Ihr Lieben,

wenigstens meine Kräuter lassen mich in diesem Gartenjahr nicht im Stich. Die verschiedensten Minze-, Salbei- und Thymiansorten sowie Süßdolde, Petersilie, Rosmarin, Estragon, Bohnenkraut und mehr, scheinen mit ihrer verschwenderischen Fülle beweisen zu wollen, dass es ihnen in meinem Garten besonders gut gefällt und ich mir aus den „sieben Gartenplagen“ ( Frost, Trockenheit, Wühlmäuse, Schnecken, Erdflöhe, Raupen und Vögel), die meinen Garten heimgesucht haben, nichts machen solle.

Ja, ich bin zuversichtlich, dass es im nächsten Jahr auch in meinem Garten wieder besser aussehen wird und tröste mich bis dahin mit den vorhandenen aromatischen Kräutern.

Ich experimentiere in meinen Speisen gern mit Kräutern. Sie machen das Essen spannend und sorgen für duftende und würzige Farbigkeit. Gesunder Nebeneffekt: ich benötige weniger Salz.

Mein neustes gelungenes „Experiment“ möchte ich Euch heute vorstellen. Es ist ein Brot, in dem ich außer Dinkelmehl und Kartoffeln (Kartoffelstampfrest vom Vortag), auch Zwiebeln, Rosmarin, Thymian und Salbei verwendet habe. Und damit nicht genug: Ich habe das Brot mit einem Topping aus Brennnessel-Nüsschen versehen.( Brennnessel mit drei – Ns – ist für mich noch immer gewöhnungsbedürftig. . . )

Sicher hat nicht jeder Brennnessel-Nüsschen im Vorrat. Was sich jedoch ändern lässt! Habt Ihr Interesse an dem Rezept zur Herstellung dieses einheimischen Superfoods, dann teilt mir das doch bitte mit. Ich stelle das Rezept gern ein.

Brennnessel-Nüsschen

Man kann aber auch auf das Topping verzichten oder z.B. Sesam oder Sonnenblumenkerne verwenden, denn den besonderen Geschmack erhält das Brot durch die Zutaten im Teig.

Dieses Dinkel-Kartoffelbrot mit Kräutern ist so – so saftig, herzhaft und aromatisch. Ich bin total verliebt in dieses Brot. Es braucht nur noch frische Butter als Aufstrich und – mmmmmmh – läuft Euch auch das Wasser im Mund zusammen?

Dann – schnell, schnell – sucht die Zutaten zusammen und legt los!

Eure

Dinkel-Kartoffelbrot mit Kräutern
Dinkel-Kartoffelbrot mit Kräutern und Brennnessel-Nüsschen on top

Dinkel-Kartoffelbrot mit Kräutern und Brennnessel-Nüsschen on top

Ein herrlich würziges, saftiges Brot, das nur etwas Butter als Aufstrich benötigt. . . Der Teig wird im bewährten No-knead-Verfahren hergestellt und benötigt somit ca. 24 Stunden. Hält sich länger frisch!
Zubereitungszeit30 Min.
Gericht: Abendbrot, Brot, Brotzeit, Brunch, Frühstück, Vegan
Land & Region: Deutschland / Germany
Keyword: Brotbacken, Dinkelmehl 630, festkochende Kartoffeln, Gartenkräuter, herbs, im Topf backen, noknead, Rosmarin, Salbei,, Thymian, Übernachtgare, Zwiebeln
Portionen: 1 Brot, ca. 900g
Autor: birgitd.com
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Zutaten

Dinkel-Kartoffelbrot mit Kräutern und Brennnessel-Nüsschen on top

  • 600 g Dinkelmehl 630 + ca. 100g für die Arbeitsfläche
  • 150 g Kartoffeln gekocht und fein püriert
  • 12 g Salz
  • 325 g Wasser
  • 1 g Hefe frisch
  • 1 EL Honig
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 EL Brennnessel-Nüsschen optional; alternativ, z.B.Sesam oder Sonnenblumenkerne
  • 1 Zwiebel mittelgroß, ca. 80g, klein gewürfelt

Zubereitung

  • Die Zwiebeln putzen, fein würfeln und in 1 EL Olivenöl glasig, nicht braun, werden lassen. Dann zum Abkühlen beiseite stellen.
  • Von der abgemessenen Wassermenge eine halbe Tasse (ca. 100g) abnehmen und die Hefe darin auflösen.
  • Die gekochten Kartoffeln grob zerschneiden und mit einem Mixstab fein pürieren oder durch eine feine Kartoffelpresse geben
  • Die Kräuter waschen trocken tupfen. Falls nötig von den Zweigen streifen und fein hacken.
  • In eine große Rührschüssel (am besten mit Deckel) das restliche Wasser einfüllen und das Salz darin auflösen.
  • Dann das Dinkelmehl, die Zwiebeln , Öl, die vorbereiteten Kräuter und die pürierten Kartoffeln zugeben.
  • Eine Mulde freischieben und das Hefewasser dort hineingeben.
  • Ich mischen die Zutaten nun per Hand bis ein homogener Teig entstanden ist.
  • Der Teig ist recht klebrig. Sicher kleben an den Schüsselrändern noch Teigreste. Diese einfach mit der Teigkarte oder dem Teigspatel abziehen und zum Teigkloß geben. Einen EL Mehl über den Teig streuen.
  • Die Schüssel nun mit einem Deckel (oder Folie) verschließen, damit der Teig nicht austrocknet.
  • Den Teig 18 - 24 Stunden bei Raumtemperatur (18 - 20°C) ruhen lassen
  • Dabei dehne und falte ich ihn in den ersten sechs Stunden jeweils dann , wenn ich an der Schüssel vorbeikomme. Das ist aber nicht dringend erforderlich. Es reicht auch, den Teig zum ersten Mal nach 8 Stunden zu dehnen und zu falten. - Dabei einen Teil des Teigs vom Rand her hochziehen und zur Mitte hinlegen. Dies rundherum in ca. sechs Teigabteilungen. - Je mehr der Teig gedehnt und gefaltet wird, umso lockerer wird später die Krume.
  • Nach 18 - 24 Stunden den Teig vorsichtig auf eine stark bemehlte Arbeitsplatte gleiten lassen und auch Mehl über den Teig stäuben.
  • Einen bemehlten Gärkorb bereitstellen oder die eben benutzte Teigschüssel mit einem Geschirrtuch auslegen und mit reichlich Mehl bestäuben.
  • Den Teig nun wieder rundherum falten. Dazu diesen jeweils von einer Seite aus mit den Fingern zur Mitte ziehen und dort andrücken. (Eventuell mit den Fingern der anderen Hand fixieren.) Sollte der Teig sehr kllebrig sein, dann zum Falten die Teigkarte benutzen und die Arbeitsfläche zusätzlich mit Mehl bestäuben, sodass der Teig nicht kleben bleibt.
  • Solange falten ( ca. 5 - 6 x) bis der Teigling rundherum eingeschlagen und fest gestrafft ist. Dann umdrehen, sodass die glatte Seite nach oben zeigt.
  • Die Teigkugel seitlich mit den Händen umfassen und dabei die Teighaut nach unten, unter die Kugel raffen, damit die Teigoberfläche gespannt ist.
  • Den Teigling in den Gärkorb oder die ausgelegte Schüssel legen und 1 Stunde bei Raumtemperatur reifen lassen.
  • Den Backofen mit dem Deckeltopf auf 250°C O.-/U.-hitze vorheizen.
  • Backpapier auf der Arbeitsfläche bereitlegen. Den Teig aus der Schüssel oder dem Gärkorb auf das Papier gleiten lassen. (Die Unterseite liegt jetzt oben,)
  • Den heißen ! Topf aus dem Ofen nehmen. Den Deckel abnehmen und den Teigling mithilfe des Backpapiers in den Topf heben. Wer mag schneidet den Teig jetzt noch mit einem scharfen Messer ein und streut Brennnesselnüsschen oder Saaten auf die Oberfläche - Man kann aber auch auf das Einschneiden verzichten. Dann reisst die Oberfläche auf - das sieht rustikal aus - ich mag das!
    Den Deckel auf den Topf setzen und diesen sofort in die Mitte des Backofens schieben
  • Die Backtemperatur sofort auf 230°C vermindern und das Brot innerhalb von 45 Minuten fertigbacken.
  • Tipp: Soll das Brot eine besonders starke Kruste bekommen, dann muss der Deckel etwa 10 Minuten vor Backende abgenommen werden. Danach sollte das Brot jedoch unter Beobachtung weiter gebacken werden, damit es nicht zu dunkel wird. Im Notfall den Deckel wieder auflegen.
  • Sobald das Kartoffelbrot fertig gebacken ist, dieses sofort aus dem Topf nehmen und auf einem Backgitter abkühlen lassen.

Habt Ihr Interesse an weiteren selbstgebackenen Broten, dann schaut Euch doch unter der Rezept-Kategorie Brot & Brötchen um! Viel Spaß!

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Dinkel-Kartoffelbrot mit Kräutern

Dinkel-Kartoffelbrot mit Kräutern und Brennnessel-Nüsschen on top

 

 

 


2 Kommentare

  • Marijke

    Liebe Birgit,

    grandios lecker sieht das Brot aus. Das Rezept ist gespeichert und wird definitiv diese Woche probiert!
    Und Brennnesselnüsschen??? Das habe ich noch nie gehört, es klingt aber super spannend! Ich würde mich über mehr Infos bzw. ein Rezept sehr freuen!

    Herzlichst
    Marijke

    • Birgit D

      Moin und hallo Marijke,
      schön, dass Du Dich mal wieder meldest ♥ Das Dinkel-Kartoffelbrot solltest Du auf jeden Fall ausprobieren. Wunder Dich jedoch nicht über den sehr weichen Teig. Er muss definitiv in der Form buw. Topf gebacken werden!- Das Ergebnis dann: hervorragend! Besorg Dir als Aufstrich eine leckere Meersalzbutter und – Du willst nichts Anderes mehr zu Dir nehmen . . .
      Das Rezept für die Brennnessel-Nüsschen werde ich gern in den nächsten Tagen posten. Ich stelle sie seit Jahren her, verwende sie gern in meinen Speisen und denke, dass ich unserer Gesundheit damit etwas Gutes tue.
      Liebe Grüße

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